2026 Route des Grandes Alpes
Die Tour über die Route des Grandes Alpes hätte ja eigentlich schon letztes Jahr stattfinden sollen, wurde aber aus ....nicht näher zu erklärenden Gründen ....... nicht durchgeführt.
So kam sie dieses Jahr mit Abweichungen zur Route Napoleon, der Grand Tour of Switzerland und eine kurze Strecke auf der Route de Absinth dann endlich "zur Ausführung". Da Jürgen von meinen Plänen gehört hatte und er das Ganze auch letztes Jahr schon hinter sich bringen wollte (was aus nicht näher .....) verschob ich alles um gut eine Woche nach hinten und wir fuhren zusammen los, bzw ich startete einen Tag früher in Rhein-Main, gondelte noch etwas durch die herrliche Schweiz.
Die 650er Versys hatte ich 3 Monate zuvor verkauft und hab mir dafür ne kleine Voge geholt,
da ich mit der Versys ..... irgendwie.... nicht mehr glücklich wurde. Schaun mer mal ............
zweiter Stopp ....... Grenze zur Schweiz
kurzer Fotostopp in Lungern
Beim gebuchten B&B gab es auch einen Unterstand für größere und kleinere Maschinen (so wie mein Mopped zB)
und da ich wohl ziemlich mitgenommen aussah, gabs auf die Frage, wo ich hier in der Nähe noch etwas essen könnte, die Antwort auf schweizerisch "eigentlich mache ich ja nur Frühstück, aber wenn es auch etwas kleines Kaltes sein kann, dann würde ich ihnen noch etwas zusammenstellen", gesagt, getan und keine 10min später stand ein Teller mit Brot, Wurst, Käse und Speck vor mir und dazu holte sie noch eine frisch gepflückte Tomate aus dem heimischen Garten.
Der zweite Tag begann mit ein paar kleineren Pässen, wie zB dem Glaubenberg, dem Brünigpass, an der Aareschlucht vorbei durch die Schweiz, bis ich den Grimsel ansteuerte
Grimsel runter, drüben Furka wieder hoch
Für "Altanca" (von dort kann man noch weiterfahren bis zur Alpe Carorescio auf 2129m) war es mittlerweile zeitlich etwas knapp geworden, (ich hatte mich in der Schweiz noch vor dem Oberalp-Pass etwas "verbummelt") also ließen wir das links liegen und fuhren bei "uuuhhh,, das Wetter sieht gar nichtmal sooo erfreulich aus" noch über den Nufenen ins gebuchte Hotel Walliser Sonne.
Der nächste Tag sollte uns ins Aosta-Tal führen und da Jürgen hier bei Visp schon letztes Jahr einen längeren ungeplanten und unerfreulichen Aufenthalt hinter sich hatte, hatte ich auf seinen Wunsch hin vorher schon den kleinen Schlenker über Bürchen eingeplant. Kurzes Wiedererkennen am Ort des Geschehens vom letzten Jahr, ein paar Fotos zur Erinnerung (gab ja wohl bisher nur "offizielle" Aufnahmen) und "abhaken"! Da die Moosalp sozusagen nur noch einen Katzensprung entfernt war, nahmen wir diese natürlich auch noch mit, was angesichts der Uhrzeit mit einem "Hallo wach" gleichzusetzen war. Die Moosalp war vor einigen Jahren bei der Rally "12 Stunden Schweiz" eines der Ziele, die anzufahren waren. Da die kurvige Anfahrt mir derart gut gefallen hat, blieb sie mir in guter Erinnerung.
zur Moosalp hoch und auch wieder runter, da "..... Sackgasse", aber schöne neue Ausblicke hinter jeder Kurve.
Zurück auf der Kantonsstrasse hiessen die nächsten Orte Sierre, Sion und Riddes, wo es auch schon den nächsten "Schlenker" über den Croix de Coeur, Col du Lein, Tronc, den Col de Planches und am Lac de Champex vorbei ging, bevor wir den den großen Sankt Bernard in Angriff nahmen. Bis hierhin hatten wir zwar noch keinen einzigen km auf der RdGA zurückgelegt, aber immerhin hatte ich in der Schweiz schon 34 gefahrene Pässe hinter mir und der Kurven-Reigen ging munter weiter.
Croix de Coeur
Wunderbare Aussicht ins Rhonetal und auf Verbier sowie die Walliser Alpen.
Seit 2020 ist auch die Nordrampe durchgehend asphaltiert, daher nur noch SG3
Lac de Champex, im Kanton Wallis, touristisch voll erschlossen
grosser St Bernard, (verbindet das Rhonetal in den Walliser Alpen mit dem Aostatal)
Die Fußgänger-Hängebrücke Passerelle Himalayenne de Tignes wurde erst im Juli 2026 eröffnet und spannt sich über das Gebiet des Lac du Chevril und bietet einen tollen Blick auf die Gorges de la Daille.
Fotostopp am C. de Roselend
Kunst am Col du Mont Cenis
soll wohl an Hannibal (218 v Ch) erinnern
am Relais des Alpes; scheint bei Moppedfahrern recht beliebt zu sein, besonders bei denen, die die AKS befahren
Dann gings am nächsten Tag zum Colle delle Finestre, den ich aus unerfindlichen Gründen mag, obwohl ich bei meinem ersten Besuch dort, das Mopped bergab im tiefen Schotter 1x sanft abgelegt hatte, daher auch nur noch von Norden kommend bergan ;-)
oben angekommen zu sein, ist, wenn man von Norden kommt, immer wieder ein Erlebnis und ich glaube, das kann Jürgen auch sagen. Obwohl sie wirklich sch..... schlecht zu fahren ist, bin ich mittlerweile das dritte mal oben, 2x von Norden kommend und 1x schottermäßig bergab.
Ne Autobahn ist was Anderes, aber die kommt ja noch zum Izoard hoch sowie Galibier, Bonette und Co, die noch folgen.
wir folgen lieber dem kleinen Wegweiser nach Usseaux
sieht auch nicht so besonders fahrfreudig für unsere Moppeds aus, allerdings dachten die meisten Moppedfahrer am Tag zuvor im Hotel "Relais des Alpes" mit ihren Offroadern wohl ganz anders darüber
So langsam kommen wir dem Ziel (bzw Halbzeit) am Mittelmeer näher, obwohl die Temperaturen nicht unbedingt noch zu steigen bräuchten
solche Streckenabschnitte folgen noch, bevor es zum Izoard hoch geht
Zum Col de Izoard gings dann auf gut asphaltierter und ausreichend breiter Straße besser voran, wenn die vielen Horden Radfahrer incl den fahrbaren Wohnklos nicht gewesen wären.
diese Spezies ist hier allgegenwärtig
........... höher hinauf auf 2026m zum Circuit Authion fahren, der sogenannten "Bunkerrunde" von wo man eine herrliche Sicht hat und wo alte Panzer und Sicherungsanlagen einfach so rumstehen.
beim Col de l Orme sind wir dann schliesslich wieder auf genau 1000m Höhe und nähern uns unserem Ziel der halben Strecke in Menton,
......... dem "Kanaldeckel" wie ich es nenne, dem km "Null" der RdGA in Menton. Kurz zuvor hatten wir das Hotel gebucht (so wie jeden Tag zw 16 und 17 Uhr für die jeweilige Nacht) und so konnten wir noch auf dem Weg zum ibis-budget den Stopp hier einlegen und die Fotos machen. Bestes Wetter und herrliches abendliches Licht konnten uns gegen 19 Uhr noch richtig begeistern, schliesslich war das eines der Ziele der Tour. Mit meiner kleinen "Chinesin" mit gerade mal 3,5tsd km auf der Uhr (vor dem Start zu dieser Tour) hatte ich es doch also auch bis hier geschafft, wenn mir auch 1000ccm weniger sowie "etliche" PS gegenüber Jürgens Dampfer fehlten und er eigentlich die letzten 3 Gänge nicht brauchte, aber ....... ohne Verluste bei Mensch und Maschine war, was letztlich für uns zählte.dann noch den letzten km zum Hotel, ab in die Tiefgarage, Gepäck auf die Zimmer, 10min auf m Balkon ruhen, duschen und so langsam am Strand entlang in die Stadt, ..........bzw an die Promenade, wo wir eine hübsche Bar fanden, die noch recht ruhig war und wo man einen herrlichen Blick auf das Geschehen an der Strasse und den Strand hatte. Kino kann nicht interessanter sein.Die Bar ließ nichts zu wünschen übrig, allerdings "blieben" wir bei dem leckeren Bier und machten uns nach gut 2 Std zurück auf den Weg zum Hotel.
Der 03.09 stand im Zeichen der Rückreise, wenn man denn den 2.ten Teil einer "Rundtour" so kann. Etwas oberhalb der Küste gabs noch einige kleine Pässe zu erkunden, dann sahen wir Monaco unter uns liegen und nahmen Kurs auf Digne.
Ein paar km weg von der Küste fuhren wir Ri Westen noch einige kleinere Pässe ab, so erreichten wir auch den Col de la Madone mit einem kleinen mobilen Cafe, welches in einem kleinen schattigen Wäldchen stand und wir konnten nicht umhin, hier eine kurze Kaffee und Kuchen-Pause einzulegen
Ein Stück auf der Route Napoleon ging es am nächsten Morgen weiter über den Col du Pilon, Col de la Leque (694m), Col de la Faye bis wir kurz vor dem Col du Ferrier die 1000m Höhenmarke wieder knackten. Weiter folgten Col de la Sine, Col du Castellaras, Col Bas, Col de Cornille, Col de Valferriere, Col de Clavel, Col de Luens, Col de Leques, Castellane, am Lac de Castillion vorbei, Col de St Barnabe, Col de Toutes Aures,............ Col du Corbin und noch dem Col de Pierre Basse bis Digne les Bains! Das1 Std zuvor gebuchte Hotel lag allerdings etwas weiter ausserhalb, so daß wir fast 2 km Fußweg hatten, um noch einmal etwas Ri Städtchen zu laufen und dort noch eine kleine Pizzeria fanden, die direkt an der Bleone lag und in der es alkoholfreies Bier und eine wirklich hervorragend schmeckende Pizza gab.
wieder höher hinauf, hier zB bis auf 1169m
hier und da begegneten uns doch noch andere Moppedfahrer, die ebenfalls etwas abseits der RdGA unterwegs waren
Nördlich von Sisteron an der D21, wenn man weder die grosse D94 noch die D1085 nach Gap nehmen nöchte
kurz vor "Feierabend" am Tete de Boussac, etwas abseits der Route Napoleon auf 1154m, kurz drauf checkten wir im Hotel in Gap ein
das Steakhaus war mal ne Abwechslung im abendlichen Speiseplan
im Hintergrund sind die "Highlights" schon zu sehen
zum Galibier hoch war von Le Bourg de Oisans kommend nach knapp 5km ........... Schluß; die Strasse war seit 09:00 Uhr gesperrt, aller Voraussicht nach sollte die Sperrung um 15:00 Uhr aufgehoben werden. Kurzes überlegen, retour und umfahren am Lac de Verney vorbei und über den Col de Glandon machte nicht so richtig viel Sinn, also die paar km zurück bis Le Bourg d Oisans und 2 Std warten. Am Marktplatz des Ortes standen schon gut 30-40 Motorräder samt "Besatzung", denen es genauso erging wie uns, die kurzfristige Sperrung verhalf allen zu einem Zwangsstopp.
Hier vertrieben wir uns die Zeit in einem Eiscafe, so wie die anderen Wartenden auch, bzw in dem Bistro am Marktplatz, bis es plötzlich kurz vor 15 Uhr schlagartig scheinbar kein Halten mehr gab, innerhalb von knapp 10 min war der Platz wie leergefegt, also dachten wir uns auch, es wäre keine allzu schlechte Idee, jetzt auch das Eiscafe zu verlassen und los zu fahren. Also noch einmal die Strecke, die wir vor knapp 2 Std schon einmal gefahren waren; aber es erwartete uns nur eine elendig lange Schlange von wartenden Pkw's. Aber ..... Franzosen sind ja motorradfreundlich und so wurden wir an den Blechdosen vorbei nach vorne gewunken.
Nochmal gute 20min später war es dann wirklich so weit; die Sperre wurde beiseite geräumt und die Ampel zeigte grün. Der dicke SUV, der sich zw die Motorradfahrer gedrängelt hatte, wurde dann auch nach knapp 100m wieder auf die Seite gewunken und musste nun doch alle Motorradfahrer "ziehen lassen".
Hier oben war das reinste Spektakel, verglichen mit den anderen Pässen, die wir bereits hiter uns hatten, dem Bonette ausgenommen.
Es dauerte etwas, bis der Platz vor dem Passschild ... zumindest einigermassen... frei war, denn natürlich wollte jede(r) ein Foto von sich machen lassen. Besonders die Radfahrer trieben es auf die Spitze, aber .... nicht aufregen, wir hatten ja Zeit! ;-(
auf 2642m auf dem Col du Galibier
"einige Zeit später" dann war es tatsächlich so weit; der Platz war frei und Jürgen machte ein Bild von mir vor dem Passschild; viel länger wollten wir auch garnicht mehr bleiben, denn n paar km bergab machten wir den üblichen "Hotelsuche-Stopp" um uns eine Bleibe zu suchen.
In ........ wurden wir dann auch fündig und direkt nach abstellen der Motorräder gab es direkt an der Bar das obligatorische Stiefelbier! Der Rest des Abends verflog mit duschen, essen und Tagesabschluß-Trunk.
und nein, das war kein Hotel im "Rotlicht-Viertel"
hier sind die Berufe der früheren Bewohner des Ortes als Zeitzeuge zu sehen
auf 870 Höhenmeter am Col dela Forclaz, ebenfalls wieder mit stark naturbelassener Fahrbahn
etwas abseits der Hauptroute gings nicht weniger kurvenreich zu
ebenfalls bei "km ZERO" der RdGA in Thonon-les-Bains
durch "besondere Gründe" ;-(( wurde es hier etwas später als sonst, bis wir eingecheckt hatten und die knapp 20min Fußweg bis in die Innenstadt hinter uns hatten, aber .......... selbst gg 21:30 Uhr konnte uns das letztendlich nicht mehr komplett den Tag vermiessen und wir stiessen auf die gefahrene Tour an!
Der nächste Morgen hielt dann auch, was der Wetterbericht versprochen hatte, REGEN!
Da wir mit dem auschecken bis 11 Uhr Zeit hatten, nahmen wir diese auch komplett in Anspruch, da die Aussichtauf trockenes Wetter ab 12 Uhr besser aussehen sollten. Leider wurde es knapp 14 Uhr, bis der Regen endlich aufhörte. Die Route heute hiess, ab durch die Schweiz, über kleinere Pässe vom Genfer See bis nach Biel. In Neuchatel buchten wir das nächste Hotel und es erwies sich als "mal etwas anderes". Eine alte Relais-Station war zu nem Hotel umgebaut worden und im Speisesaal, bzw im Gastraum waren alte Originale ausgestellt.
Le Croisse, eine alte Relais Station, aber zum übernachten gut geeignet
dieser kleine E-Roller-Fahrer beschäftigte Jürgen noch den ganzen Tag lang, wie kommt der mit der Ladung Akkus bis hier hoch?!
Auf das "guck mal" hab ich etwas anders reagiert
einer der letzten Col de la Croix de "dingenskirchen"
Der Blochmont, im elsässischen Jura, knapp 1km von der franz.schweiz Grenze, der letzte der gefahrenen Pässe;
lt kurviger waren es insgesamt 131358 m bergauf (und natürlich genauso viele auch wieder berab)
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von hier gings die letzten km bis nach Weil a Rh. zur A5, wo es für Jürgen "rechts ab" ging und auf der ich die letzten 320 km zurückgelegt habe.
Kurz nach 18 Uhr war die Tour mit 3675 km und 121 gefahrenen Pässen dann gut zu Ende gegangen. Ich habe mich auf der Voge in allen Situationen und zu jeder Zeit wohler gefühlt als auf der 650er Versys, kann dafür nicht mal genaue Gründe nennen, .... iss halt so! Aber 7824 km in gut 3 Monaten sagen Einiges dazu aus!
written 27.09.2026











































































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